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Deutsche Sozialpolitik seit 1945 - ein kurzer Abriss
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- Geschrieben von Häßel
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Am 8. Mai 1945 kapituliert die deutsche Wehrmacht, somit endet der 2. Weltkrieg in dem allein ca. 55 – 60 Millionen Menschen sterben. Es gibt einen Neubeginn auf den Trümmern. Durch den Marshallplan wird Deutschland wieder aufgebaut, im Juni 1948 in Westdeutschland die D-Mark eingeführt, ein Jahr darauf Deutschland gegründet und der 1. Bundeskanzler – Konrad Adenauer - gewählt. In diesem Jahr entsteht auch die DDR.
Doch lange währt der Frieden in der DDR nicht, im Juni 1953 protestieren die Arbeiter gegen die Arbeitsnorm. Um mehr „Ruhe“ (Fluchten in den Westen nehmen zu) in Deutschland zu bekommen, wird im August 1961 die Mauer gebaut. Ab den 50ern kümmert man sich um den Wiederaufbau des Westens, es geht aber auch und vor allem um die Mitbestimmung im Berg- und Stahlbau, das Betriebsverfassungsgesetz, die Versorgung der Kriegsopfer, die Rentenreform (Stichwort: dynamische Rente) und vieles mehr.1966 gibt es dann zum ersten Mal die große Koalition und 1969 wird Willy Brandt Bundeskanzler.
Für Sozialleistungen gibt der Staat 1975 von seinem Geld inzwischen über 33% aus, 1969 hingegen nur 25%. Nach 1975 erreicht der Sozialstaat seine Grenzen. Die DDR versucht, den Westen zu überholen, doch im Osten ist die Wirtschaft überfordert und erreicht so ihr Ziel nicht, stattdessen verschuldet sich die DDR immer mehr und nimmt Kredite im Westen auf. Im Laufe der Jahre werden die Menschen immer unzufriedener; 1989 beginnen viele zu demonstrieren. Schließlich fällt am 9. November die Mauer und Deutschland ist am 3. Oktober 1990 wieder offiziell vereint. 1995 entsteht die 5. Säule des Sozialversicherungssystems, die Pflegeversicherung1, 1999 gibt es einen Machtwechsel, Gerhard Schröder wird Kanzler und die Agenda 2010 wird Programm.
2002 werden dann die private Altersvorsorge, die Riester-Rente, und der Euro eingeführt. Die Gleichstellung der Behinderten wird gesetzlich verankert. 2004 vergrößert sich die EU drastisch, aus 15 Staaten werden 25. Im Jahr 2005 wird das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) eingeführt sowie die "Deutsche Rentenversicherung Bund" (Zusammenlegung des VDR und der BfA) aus der Taufe gehoben; außerdem gibt es eine Bundestagswahl, durch deren Ergebnis Angela Merkel an die Macht kommt und Müntefering „Vize“ wird.
Seitdem hat sich wieder viel getan. Eine neue Regierung mit Beteiligung der FDP unter der "alten" Bundeskanzlerin ist seit 2009 im Amt. Vielerorts wird reformiert: so in der Gesundheitspolitik und bei Hartz IV. Ein Ende der Geschichte der deutschen Sozialpolitik ist nicht abzusehen. Zum Glück, denn nichts ist so beständig wie der Wandel.
Kim Roggatz
1Die anderen Säulen des Sozialversicherungssystems sind Kranken- (18883), Unfall- (1884), Renten- (1889) und Arbeitslosenversicherung (1927).






