Projekt "starter Kit"
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- Geschrieben von Tom Werner
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"starter kit" - ein Jungenprojekt an unserer Schule
Sich über zentrale Fragen der Lebens- und Zukunftsplanung einmal nur unter Jungen zu unterhalten, diese Möglichkeit wollten die Schulsozialarbeit der GAZ, die Jugendpflege Niedenstein und die Jugendpflege Edermünde beim 2. gemeinsamen Jungenprojekt am 12.05.2010 an der GAZ bieten.
Nachdem das Projekt im letzten Jahr im Jugendzentrum Niedenstein stattgefunden hatte, sollte es dieses Jahr in der Schule selbst, in den Räumen von ZAG (Offene Betreuung), stattfinden. Beteiligt waren Jungen aus dem Haupt- und Realschulbereich der Klassen 9.
Wer möchte ich einmal sein? Wie möchte ich einmal leben? Es ist wichtig, Jungen (und natürlich auch Mädchen) bei diesen zentralen Fragen zu begleiten und ihnen Raum und Anregungen zur Selbstfindung zu geben. Sich mit Lebens- und Zukunftsplanung zu beschäftigen bedeutet auch, sich mit An- und Herausforderungen, Ängsten und Benachteiligungen auseinander zu setzen.
Dafür bietet ein von der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW entwickeltes Material- und Methodenset zur geschlechtsbezogenen Arbeit mit Jungen eine sehr gute Einstiegsmöglichkeit. Das "Starter kit" ist als erlebnis- und aktionsorientierter Parcours für Jungen entwickelt worden, der auf spielerische Weise zahlreiche Gesprächsanlässe bietet, bei denen Jungen sich mit Gleichaltrigen austauschen und sich Wissen erarbeiten können Es baut auf mehreren Stationen auf, die nacheinander kennen gelernt, bearbeitet und in Kleingruppen durchlaufen werden. Die Stationen heißen z. B. "Rollenspiel", "Mann-Activity" oder "Kumpeltest".
In der Abschlussrunde kam heraus, dass es allen Beteiligten, den Jungen als auch den Veranstaltern, sehr viel Spaß gemacht hat. Aus Sicht der Jungen wurden für sie positive Aspekte hervorgehoben, wie z.B. Schule einmal anders zu erleben, mehr Zeit zu haben und sich spielerisch und an einem anderen Ort als der Schule einem Thema anzunähern. Die Bereitschaft zur Mitarbeit war sehr groß.
Angebote für Jungen im Rahmen von Schule sind sehr rar gesät, auch wenn sich in den letzten Jahren, vielleicht auch als Reaktion auf den Girls`Day, vieles verändert hat. Neben der Arbeit mit Jungengruppen, möchte ich auch in den kommenden Jahren dieses Projekt gemeinsam mit den Jugendpflegen anbieten, wenn möglich parallel zum Girls`Day Ende April.






