Schulsozialarbeit an der GAZ
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- Geschrieben von Tom Werner
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Startschuss für die Schulsozialarbeit an der Dr.-Georg-August-Zinn-Schule

Nun ist es also soweit: Das neue Projekt Schulsozialarbeit beginnt an der GAZ. Neu auch für den Schwalm-Eder-Kreis. Schulsozialarbeit gab es bisher nur an einzelnen Schulen, nicht in der Fläche. In insgesamt 8 Schulen soll nun begonnen werden. Der Stundenumfang beträgt zwischen 20 und 25 Stunden pro Schule. Finanziert wird das Ganze aus verschiedenen Töpfen - das Land Hessen, der Kreis und die Gemeinden zahlen jeweils ein Drittel.
Hier an der GAZ konnten wir bereits zum 1. November 2008 starten. Die Gemeinden Gudensberg, Edermünde und Niedenstein haben noch zusätzliche Stunden bereitgestellt, so dass wir an der GAZ über insgesamt 30 Stunden für die Schulsozialarbeit verfügen können.
Auch für mich beginnt mit der Schulsozialarbeit an der GAZ ein neuer beruflicher Abschnitt. In den vergangenen 15 Jahren war ich in der offenen Kinder- und Jugendarbeit beim Kasseler Jugendamt und beim Kulturzentrum Schlachthof tätig. Ich war zuständig für Einrichtungen der offenen Tür und für die Kinder- und Jugendarbeit in den jeweiligen Stadtteilen (Rothenditmold, Oberzwehren/Mattenberg, Nordholland/Nordstadt). Eine meiner Aufgaben war es, gemeinsame Projekte mit Schulen und den Schulsozialarbeiten im Stadtteil zu initiieren. Eine vernetzte und projektartige Zusammenarbeit wünsche ich mir auch hier mit den Jugendpflegen in den Gemeinden Gudensberg, Edermünde und Niedenstein.
Ein Beispiel dafür waren die Projekttage „Gemeinsam sind wir stark“, die die Jugendpflegen aus Gudensberg, Edermünde und Niedenstein in Absprache mit den Klassenlehrer/innen der 7. Hauptschulklassen Anfang November organisiert hatten, und die im neuen Jugendzentrum in Niedenstein stattfanden. Ziel war es, Kooperationsfähigkeit und Teambereitschaft von Schülerinnen und Schülern zu stärken. Ich hatte die Gelegenheit daran teilzunehmen und damit gleich zu Beginn meiner Tätigkeit die Möglichkeit, die Klassen an diesen Projekttagen besser kennen zu lernen. Dieses Kooperationsprojekt war für alle drei Klassen ein voller Erfolg und von den Jugendarbeitern ganz toll vorbereitet. Es ist nun meine Aufgabe, innerhalb des Schulrahmens Entstandenes aufzugreifen und weiter mit den Lehrer/innen und Klassen an Themen wie Klassengemeinschaft und Entwicklung sozialer Kompetenzen zu arbeiten.
Was sind die Aufgaben von Schulsozialarbeit?
Neben einem allgemeinen Aufgabenbereich der Schulsozialarbeit, gibt es auch besondere Schwerpunkte, die passgenau für die jeweilige Schule und ihr Umfeld sein müssen. Ein solches passgenaues Konzept muss für die GAZ in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt werden. Dabei handelt Schulsozialarbeit nach bestimmten Leitgedanken:
Schulsozialarbeit arbeitet präventiv:
„Die Schulsozialarbeit arbeitet im Sinne einer schwerpunktmäßig präventiven Arbeit, die Kriseninterventionen reduzieren möchte.“
Schulsozialarbeit unterstützt bei Benachteiligung:
„Die Schulsozialarbeit hat als Schwerpunkt diejenigen Schülerinnen und Schüler im Blick, die aufgrund sozialer Benachteiligung und individueller Beeinträchtigungen auf besondere Unterstützung angewiesen sind.“
Schulsozialarbeit unterstützt Kinder und Jugendliche:
„Schulsozialarbeit setzt sich zum Ziel, Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten und sie bei einer für sie befriedigenden Lebensbewältigung zu unterstützen. Dabei legt Schulsozialarbeit besonderen Wert auf Förderung von Chancengleichheit und Sozialkompetenz.“
Schulsozialarbeit unterstützt bei dem Versuch, Schule lebenswertorientierter auszurichten: „Lebenswertorientierung meint dabei die ganzheitliche Wahrnehmung von Lebensmöglichkeiten und Schwierigkeiten, wie sie im Alltag erfahren werden.“
Allgemeine Aufgaben von Schulsozialarbeit sind:
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Ansprechpartner: Beratungs- und Vermittlungsangebote für Kinder/Jugendliche, Eltern und Lehrer/innen.
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Zusammenarbeit und Kooperation mit Lehrer/innen (z. B. Fallbesprechungen, Schulberatungsteam, Projektarbeit, Jahrgangsteams, pädagogische Konferenzen)
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Förderung der Klassengemeinschaft - Unterstützung im unterrichtlichen Bereich: Klassenaktionen zur Klassengemeinschaft, Teilnahme an KL-Stunden, Hospitation im Unterricht, Gestaltung von Projektstunden, Organisation von Klassen-/Schulpro-jekte
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Organisation und Durchführung von eigenen Angeboten / Freizeitangeboten: Offener Treff, Spielausleihe, Schülercafé, geschlechtsspezifische Angebote Jungen-/Mädchengruppen, soziale Gruppenarbeit, Spiel- und Sportgruppen, erlebnispädagogische Angebote
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Kooperation/Vernetzung: Zusammenarbeit/Projekte mit anderen Einrichtungen der Jugendhilfe, Einrichtungen der Offenen Tür / Jugendhäuser / Jugendwohngruppen. Kontakt zu Jugendämtern / Familienberatungs-stellen.
Schwerpunktsetzungen könnten sein:
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Klassenbezogene Arbeit / Projekte im Jahrgang 5 (und 6)
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Klassenbezogene Arbeit / Projekte in den Klassen H 7
Jahrgänge in denen Schüler/innen und Lehrer/innen erhöhten Anforderungen ausgesetzt sind Übergangssituation, persönliche Orientierungsfähigkeit, Entwicklungsprozess einer Klassengemeinschaft)
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Ausbau der Ganztagsbetreuung bestehend aus Betreuungsangebot/Offenes Spielangebot/Hausaufgabenhilfe
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Initiierung von Beteiligungsprojekten: Mitbestimmung und Beteiligung von Schüler/innen an Schulstrukturen/Schulgestaltung.
Ich freue mich sehr auf eine gute Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern und hoffe, dass wir gemeinsam noch viel Positives für die GAZ erreichen können.
Mit herzlichen Grüßen,
Tom Werner, Schulsozialarbeiter an der GAZ
Kontakt: Schulsozialarbeit der Dr. Georg-August-Zinn-Schule, Tom Werner
Telefon: Verbinden lassen über das Sekretariat der Schule 05603/2091
Sprechzeiten: Mo. - Fr. 8:00 - 14:00 Uhr

Steckbrief: Tom Werner, 42 Jahre, verheiratet, 1 Tochter Anouk 10 Jahre, Wohnort Melsungen






