Schüler lernen Berufe kennen
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- Geschrieben von Robert Szeltner
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IHK unterstützt Berufsorientierung von GAZ-Schülerinnen und Schülern in der Jugendwerkstatt Felsberg
Eigentlich sollte der Besuch ungefähr eine Stunde dauern. Das reichte dann aber bei weitem nicht aus. Die Zeit verging abwechslungsreich und spannend, als die Schülerinnen und Schüler der achten Hauptschulklassen der Georg-August-Zinn-Schule (GAZ) in Gudensberg ihren Besuchern vorstellten, was sie gerade in der Jugendwerkstatt Felsberg machen.
Zu Besuch waren Andreas Fischer, der Leiter des IHK Servicezentrums Schwalm-Eder und Robert Szeltner, Rektor der GAZ. Sie wollten sich ein Bild davon machen, wie das Berufsorientierungsprogramm (BoP) in der Jugendwerkstatt denn genau abläuft.
Die Schülerinnen und Schüler freuten sich über diesen Besuch und führten ihre Arbeiten in der Metall- und Malerwerkstatt vor. Kevser wurde in der Metallwerkstatt ganz besonders gelobt für ihre außergewöhnliche Präzision und Schnelligkeit beim Biegen und Bohren einer Walzenhalterung. „Das habe ich überhaupt nicht geahnt, das ich sowas kann. Sowas hatte ich noch nie gemacht. Darum hatte ich natürlich auch noch nie darüber nachgedacht, ob in dem Bereich ein Beruf für mich in Frage kommt. Aber wenn der Meister sagt, dass ich da Talent habe.............“. Büsra gefiel die Arbeit in der Metallwerkstatt weniger gut: „Ich wurschtele mich so durch. Bei den Malern war’s besser. Und am allerbesten war es bei der Hauswirtschaft. Das hat total Spaß gemacht.“ Das finden auch Tino und Davin, die stolz das am Morgen von 7 Schülerinnen und Schülern hergestellte Büffet präsentieren. Hier erwartet ein hübsch gedeckter Tisch die Besucher zu einem kleinen Imbiss.
Angelika Horstkotte-Pausch, Geschäftsführerin der Jugendwerkstatt, stellt mit Unterstützung der Konditormeisterin Claudia Riese und der Malermeisterin Ulli Becker-Dippel das BoP-Konzept vor. Die Schülerinnen und Schüler kommen 10 Tage lang für 6 – 7 Stunden in die Ausbildungswerkstätten der Jugendwerkstatt und werden mit 3 – 4 Berufen ihrer Wahl vertraut gemacht. Mit der Herstellung kleiner Produkte, die sie mit nach Hause nehmen dürfen, probieren sie sich aus und werden von den Ausbildungsmeistern bewertet. So gewinnen sie Klarheit darüber, welche Berufe für sie geeignet sein könnten und welche nicht. „Nach diesen 2 Wochen wissen die Schüler besser, wo es lang gehen könnte und welches Berufsfeld sie in einem Praktikum vertiefend kennenlernen sollten. Sie machen nach den Arbeitslehre-Projekten in den schuleigenen Werkstätten hier weitere wertvolle Arbeitserfahrungen“, meint Robert Szeltner. Für Richard Max ist das so. „Metall hat mir total Spaß gemacht. Das ist das richtige für mich. Das werde ich auch im Praktikum probieren“, verkündet er. Laut Robert Szeltner bilde BoP für die GAZ einen sehr wichtigen Baustein neben den vielen anderen sinnvollen berufsvorbereitenden Maßnahmen im Bereich der Hauptschule.
Andreas Fischer von der IHK ist angetan von dem, was er gesehen hat. Nach Meinung der IHK sei es sehr wichtig, dass für die Berufsorientierung an den Schulen mehr getan werde. Deswegen habe die IHK Kassel in diesem Jahr auch erstmals Geld zur Verfügung gestellt, um Schulen, die sich in diesem Feld besonders engagieren wollen, zu unterstützen. Das durchdachte Konzept und die angenehme und engagierte Arbeitsatmosphäre in den Schülerwerkstätten haben ihm gefallen: „Wir freuen uns, dass wir ein so gutes Projekt unterstützen können. Hier ist unser Geld wirklich gut angelegt.“
Die Jugendwerkstatt Felsberg bietet ihr Berufsorientierungsprogramm BoP seit 2009 den 8. Haupt-, Real- und Förderschulklassen im Kreis an. 13 Schulen aus dem Schwalm-Eder-Kreis und dem Landkreis Kassel kommen inzwischen regelmäßig nach Felsberg. 50% der Kosten werden vom Bundesbildungsministerium, 25% vom Hessischen Wirtschaftsministerium getragen. Für 25% müssen jährlich neu Spenden gefunden werden wie z.B. von Stiftungen (Stiftung MitMenschen der Postbank Hessen-Thüringen, E.ON-Stiftung) oder jetzt der IHK. Der Schwalm-Eder-Kreis unterstützt das Projekt durch einen Zuschuss zu den Schülerbeförderungskosten.
Beitrag übernommen von G.Horstkötte-Pausch - Geschäftsführung Jugendwerkstatt Felsberg
A. Fischer –IHK-, G. Horstkötte-Pausch –JWS Felsberg-, R. Szeltner –GAZ- und Schüler GAZ






